Über die Ursprünge und Entstehungsgeschichte des orientalisches Tanzes (Bauchtanz) gibt es viele Vermutungen, gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse liegen jedoch kaum vor.
Allgemein wird jedoch angenommen, daß dieser Tanz aus dem Fruchtbarkeitsritus entstanden ist und zu den ältesten Tänzen der Welt gehört. Viele prähistorische Skulpturen und Felsmalereien belegen, dass Tanz bereits in den frühesten Kulturen eine wichtige Rolle gespielt hat.
Von Indien über den Orient bis hin zum Balkan und dem Mittelmeerraum finden sich immer wieder Zeugnisse von rituellen oder religiösen Tänzen, die sich mit der Verehrung des ewig Weiblichen und der Muttergöttin befassen. Inwieweit diese Fruchbarkeits-, Geburts- und Tempeltänze Ähnlichkeit mit dem uns heute bekannten Bauchtanz hatten bzw. haben, ist ungekannt, unkennbar sind jedoch die lustbetonten und sinnlichen Bewegungen des Beckens und der Hüfte des orientalischen Tanzes bis heute.
Heute ist das Interesse am orientalischen Tanz nahezu ungebrochen: Mittlerweile 60.000 Frauen, so schätzt man, beschäftigen sich derzeit in Deutschland hobbymäßig mit orientalischem Tanz. In jeder Stadt gibt es Volkshochschulen und Tanzstudios, die Kurse und Seminare für orientalischen Tanz anbieten, und kaum eine Feier findet statt, auf der nicht eine orientalische Tänzerin auftritt.
Daneben gibt es mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen, Festivals, Kongresse, Basare und sogar Fachmessen für orientalischen Tanz in ganz Deutschland und Europa.